Ökonomie < Gutachten für die Zukunft

Dr. Hans-Georg Weber, Geograph

"Schönen guten Tag, mein Name ist Dr. Hans Georg Weber, ich bin Geograph an der Universität Oldenburg und weder von der Meyer-Werft bezahlt, noch von den Naturschutzorganisationen. Natürlich kann ich nicht in die Zukunft sehen, aber doch eine Prognose wagen, die ich hiermit unterbreiten möchte.

Beginnen möchte ich mit dem meist angesprochene Argument für den Erhalt dieser überflüssigen Geldverschwendungsanlage "Emssperrwerk": der Meyer-Werft.

Die Meyer-Werft mag zwar im Moment durch die Hilfe des Emssperrwerks in der Lage sein, mit dem internationalem Markt zu konkurrieren und sie stellt enorm viele Arbeitsplätze zur Verfügung. Doch schon bald werden Schiffe mit noch größerem Tiefgang erforderlich sein um dem internationalem Standard gerecht zu werden. Das ist praktisch nicht umzusetzen, weil das Sperrwerk einfach nicht in der Lage ist, die Ems durch verstärktes Aufstauen auch für Schiffe größerer Bauart befahrbar zu machen. Es stößt hier auf seine Grenzen. Somit ist auf langer Sicht das Kapital, welches für den Bau dieser Anlage verwendet wurde, eine enorme Fehlinvestition, wobei man sagen muss, dass es die Steuerzahler des ganzen Bundes waren, die für diesen Unsinn in die Tasche greifen mussten. Die Meyerwerft wird doch in naher Zukunft umsiedeln müssen; die Steuergelder hätten bei anderen Projekten sicherlich besseren Nutzen gefunden.

Viel schlimmer sind eigentlich die ökologischen Auswirkungen, denn durch den Bau wurde ein besonders schöner Abschnitt der Ems zerstört, wie viele Anwohner berichten können. Die Natur musste dem nutzlosen Sturmflutenschutz, als was es offiziell in Betrieb genommen wurde, weichen; es wird deutlich, dass das Sperrwerk auch auf die Natur belastend wirkt und das mit diesem eine unheimliche Umweltverschmutzung und Umweltbelastung einhergeht:

  • Das Sperrwerk sorgt für ein Sterben der Fische
  • Das Sperrwerk bewirkt eine Erwärmung des Wassers
  • Das Sperrwerk verringert die Fließgeschwindigkeit der Ems.
Der für viele Tiere lebenswichtige Lebensraum wurde nicht beachtet, zerstört wurde der Lebensraum durch den Bau eines fünften Rads am Wagen der Wirtschaft."
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