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"Einen schönen Guten Tag wünsche ich Ihnen! Mein Name ist Gottfried Meyer, ich bin der Inhaber der Meyer-Werft. Unsere Werft besteht seit 1795 hier im schönen Papenburg an der Ems. Hier sind wir die letzte Werft - früher waren einmal 13 Stück in Papenburg beheimatet. Obwohl die Stadt eigentlich an der Ems liegt, gilt sie als der südlichste Seehafen Deutschlands. Das kommt daher, dass wir uns im Laufe der Unternehmensgeschichte auf den Bau von speziellen Seeschiffen konzentriert haben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb bauen wir vor allem Kreuzfahrt- und Fährschiffe, aber auch Gastanker oder Viehtransporter. Durch unseren Seeschiffs-Bau wurde dann auch die Stadt zu einem Seehafen.
Dr. Gottfried Meyer, Besitzer der Meyer-Werft

Die Werft. Bild gefunden unter:  http://www.ship-technology.com/projects/leo/images/leo4.jpg

Auf der Werft sind 2.050 Mitarbeiter beschäftigt, die mit modernster Technik die einzelnen Sektionen für die Schiffe erbauen, um sie nachher wie überdimensionale Legosteine in unserem Baudock - das eines der größten der Welt ist - zu einem Schiff zusammenzusetzen. Das alles ist so spektakulär, dass jedes Jahr einige 100.000 Besucher kommen, die sich das ansehen wollen. Schauen Sie sich die Werft doch auch einmal genauer an - z. B. schon ´mal hier!

Besonders viele Touristen kommen zu uns, wenn ein Schiff fertig ist und über die Ems nach Eemshafen an der Nordsee gebracht wird, wo noch Teile der Innenausstattung eingebaut werden. Dann kann man besonders gut sehen, wie groß die Schiffe sind, da sie kaum durch die Ems passen. Viele Menschen glauben, dass deshalb das Sperrwerk gebaut worden ist. Das ist so nicht wahr!

Das Sperrwerk ist ja nun mal gebaut worden, um das Land vor Sturmfluten zu schützen. Da haben wir gar nichts mit zu tun gehabt. Wenn man dann aber so einen Koloss schon ´mal baut, dann wird man das ja wohl auch nutzen dürfen, vor allem für etwas so sinnvolles wie die Überführung unserer Schiffe! Das ist deutsche Wertarbeit, die um die ganze Welt fährt und für den Standort Deutschland Werbung macht. So qualitativ hochwertig baut fast niemand außer uns. Und das in einer der strukturschwächsten Regionen Deutschlands! Hier im Emsland ist nichts - außer uns natürlich!

Die Region ist dünn bevölkert, da es kaum Arbeitsplätze gibt. Deshalb hat man hier auch in den letzten Jahrzehnten immer wieder große Projekte hinbauen können, da es hier niemanden störte und man gleichzeitig versuchte, Arbeitsplätze zu schaffen. Aber auch diese Maßnahmen - ich mache nur auf die Transrapid-Testrecke, das Atomkraftwerk in Lingen oder die Automobil-Teststrecken in Papenburg aufmerksam - brachten nicht viel. Das Einzige, was diese Projekte brachten, waren Touristen. Jeder, der sowieso schon ins Emsland reiste, wollte gerne einmal mit dem Transrapid fahren. Doch die Menschen kommen vor allem aus einem Grund hierhin: Um die Meyer-Wert zu sehen!

Die Meyer-Werft ist quasi das Herz der Region, weshalb man auch sagt: "Wenn die Meyer-Werft hustet, dann kränkelt das ganze Emsland!"

Wir

  • sichern und schaffen Arbeitsplätze
  • locken Touristen an
  • schaffen hochmoderne und hochwertige Produkte
  • werben für den Standort Emsland und Deutschland

Also man kann wirklich sehen, wie wichtig die Werft für die Region und den Standort Deutschland ist. Und deshalb ist es wohl auch gerechtfertigt, dass wir das Sperrwerk mitbenutzen.

Im Baudock der Werft. Eigenes Bild
 
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