Das Sperrwerk < Geschichte < Bau

"Da der Baugrund unterhalb des geplanten Sperrwerks aus eiszeitlichen Ablagerungen und somit aus einer mächtigen Tondecke besteht, haben wir beschlossen, die Sperrwerkspfeiler auf Pfählen zu gründen und sie so in den Ton einzubinden. Die Sohle des Sperrwerks besteht aus einer Steinschüttung, die zusätzlich mit Zement verstärkt und dem Durchflussquerschnitt der Ems angepasst wurde um die Tidedynamik so wenig wie möglich zu beeinflussen.
Die Nebenöffnungen des Sperrwerks sind über Pfähle mit einer Länge von 39 m an den Baugrund angebracht, die die Bauwerkslasten, das Eigengewicht und die Kräfte des Auftriebs während der Bauzeit aufnehmen.

Die Hauptschifffahrtsöffnung steht auf sehr stabilen, stark zusammengepressten Mörtelpfählen. 105 von diesen wurden bis zu 40 m in den Boden gerammt um eine ausreichende Stabilität zu erreichen.

Vorarbeiter Arnold Bäcker
Es ist immer schwierig ein Sperrwerk zu bauen, aber in unserem Fall konnten wir den Beton, der an beiden Seiten der Ems fertiggestellt wurde, mit Hilfe von Hochdruckpumpen zum entsprechenden Platz bringen, was die Arbeit stark erleichtert hat. Alle Arbeiten sowie viele Materialien wurden über das Wasser transportiert was aufgrund der guten Schiffsanbindung kein Problem darstellte.
Hier noch eine Auflistung der benötigten Materialien für einen ungefähren Überblick über die Hauptbauleistungen:
  • rd. 10.000 t Spundbohlen und Stahlpfähle zur Herstellung der Baugrubenumschließung und Uferwände sowie zur Tiefgründung des Bauwerkes
  • rd. 400.000 m³ Boden der Ems zur Herstellung der Baugruben für Pfeiler, Drempel und Sohlsicherung
  • rd. 150.000 t Schüttsteine zur Sohlsicherung der Ems
  • rd. 12.000 m³ Unterwasserbeton für Pfeiler- und Drempelfundamente
  • rd. 6.000 t Betonstahl
  • rd. 45.000 m³ Stahlbeton für Pfeiler und Drempel
  • rd. 200.000 m³ Emssand zur Herstellung der Anschlussdeiche Nord und Süd sowie zum Bau des Bau- und Betriebsanlegers im Fahrwasser der Aussenems
  • rd. 65.000 m³ Klei zur Abdeckung der Deiche
  • rd. 4.000 t Stahl für das absenkbare Drehsegmenttor der Hauptschifffahrtsöffnung und für die 5 Hubtore der Nebenöffnungen

Auf dem Foto kann man noch sehen, wie es auf der Baustelle aussah und die Graphiken zeigen, wie tief die Pfähle in den Boden reichen. "

Das Sperrwerk im Bau. Gefunden unter: http://www.ems-sperrwerk.de/grafiken/031299.jpg, Abgerufen am 11.05.05.Querschnitt durch das Haupttor. Gefunden unter: http://www.ems-sperrwerk.de/grafiken/hso.jpg, abgerufen am 11.05.05Querschnitt durch die nördliche Öffnung. Gefunden unter: http://www.ems-sperrwerk.de/grafiken/1no.jpg, abgerufen am 11.05.05

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