Das Sperrwerk < Funktion

Projektleiter Dr. Helmut Olgemöller

Das Emssperrwerk. Bild gefunden unter:  http://www.germania-schiffahrt.de/termine/sperrwerkgross.jpg

"Das Sperrwerk am Unterlauf der Ems wurde gebaut, um zwei Zwecken zu dienen:

Um dies erreichen zu können, mussten wir uns viele Gedanken machen, wie die optimale Lösung aussehen könnte.

Kommt es zu einer Flut, die rund 2 m höher als das mittlere Tidenhochwasser ist, können die Deiche das Festland noch schützen. Bei einer Sturmflut, bei der das Wasser höher als 3,70 m steigt, können wir das Sperrwerk schließen und so eine weitreichende Überflutung des Hinterlandes vermeiden.

Bei Schiffsüberführungen der Meyer-Werft können wir die Ems nun soweit aufstauen, dass auch Schiffe mit einem Tiefgang von 8,50 m sicher über die Ems überführt werden können. Bisher war dies nur bei Schiffen mit einem maximalen Tiefgang von 7,30 m der Fall, da die Ems so tief ausgebaggert werden konnte. Die Staustunden sind aus ökologischen Gründen auf 104 pro Jahr (und 52 Stunden "am Stück") begrenzt und während der Brutzeit darf zum Schutz der Gelege der Vögel nicht gestaut werden. Um die geringe Zeit möglichst gut zu nutzen und die Ems rasch zu füllen haben wir 6 Pumpen mit einer Förderleistung von je 100 m³ Wasser pro Sekunde installiert, die im Staufall Wasser aus dem Meer hinter das Sperrwerk in die Ems pumpen.

Das Sperrwerk hat insgesamt sieben Öffnungen, von denen eine tief und breit genug ist, damit die großen Schiffe aus Papenburg dort durch passen. In dieser Öffnung ist ein Drehtor eingebaut, das im offenen Zustand auf dem Grund der Ems bzw. auf dem Drempel liegt, so dass die Schiffe auch sehr hoch sein können. Eine weiteres Tor lässt sich so weit öffnen, dass Binnenschiffe hindurchkommen. Die 5 anderen Öffnungen sind aber nicht mit Schiffen durchfahrbar, da die Tore auch im geöffneten Zustand knapp über der Wasseroberfläche liegen. Wenn dich das mehr interessiert, dann schau Dir ´mal die Maße des Sperrwerks an!"

 

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