Ökologie < Sturmfluten < Entstehung

Günther Sörkeling

"Ich werde euch jetzt etwas zur Entstehung von Sturmfluten erzählen, damit ihr nachvollziehen könnt, wie so etwas überhaupt zustande kommt.

Erst einmal sollten wir die Frage klären, was denn überhaupt eine Sturmflut ist: Unter dem Begriff "Sturmflut" versteht man eine große anschwellende Wassermenge, die ein Gebiet überschwemmt. Man spricht von einer Sturmflut, wenn das Wasser mehr als einen Meter über dem mittleren Tidehochwasser (MTHW) gestiegen ist.

Der Sturmflutbegriff beschränkt sich auf die Küsten und Flussmündungen, da nur dort - unter dem Einfluss von starkem Wind - der Wasserstand eine bedrohliche Höhe erreichen kann. Durch den gegen die Küste gerichteten Sturm werden aus dem nahezu unerschöpflichen Meer immer neue Wassermassen herangetrieben. Diese überfluten dann sowohl ungeschützte, als auch die durch Deiche geschützten Gebiete.
Der mittlere Tidehochstand ist der durchschnittliche Höchststand an den Messpunkten entlang der Küste und auf den Inseln.

Man spricht von einer leichten Sturmflut, wenn das Wasser zwischen 1,2 m und 2,3 m über dem MTHW liegt. Höhere Wasserstände bis 3 m werden als schwere Sturmflut und Stände über 3 m als sehr schwere Sturmfluten bezeichnet. Sturmfluten entstehen hauptsächlich in den Monaten zwischen November und März aufgrund der Herbst- und Winterstürme. Sturmfluten können nur entstehen, wenn mehrere Faktoren aufeinander treffen.
Zum einen fällt das Hochwasser aufgrund der Anziehungskräfte zwischen Sonne, Erde und Mond bei Neu- oder Vollmond in der Regel höher aus als normal. Stehen Mond und Sonne in einer Achse zur Erde, addieren sich (bei Neumond) die Kräfte zur Springtide, es kommt also zu besonders hohen Wasserständen. Bei Vollmond liegt die Erde genau zwischen Mond und Sonne, die Anziehungskräfte neutralisieren sich, es kommt zum Springniedrigwasser. Zum anderen können bei Stürmen oder Orkanen die Wassermassen der Nordsee gegen die norddeutsche Küste gedrückt werden, wenn der Wind in die entsprechende Richtung bläst und lang genug anhält.

Sturmfluten komme also verhältnismäßig wenig vor, können jedoch auch für Menschen gefährlich werden. 1962 gab es in Deutschland die letzte richtig hohe und für Menschen gefährliche Sturmflut."

 

verändert nach: Dust, Julia: Die Geschichte der Sturmfluten an der Nordsee. Hamburg 2002. Online unter: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/8636.html, abgerufen am 03.05.05

Entstehung einer Springtide. Gefunden unter: http://www.haus-regenbogen.com/Sturmfl/bilder/st_springtiede_560x360_30.jpg, abgerufen am 07.05.05

 

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